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Von Peter Kruse
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Katrin F. sagt: Auf Dauer nervt es

Die meisten im Ausland lebenden Menschen würden sicher der Behauptung zustimmen, dass ein Leben im Ausland persönlich bereichernd, spannend und lehrreich ist. Die Freundschaften, die man schließt, gehören dazu. Man lernt Menschen aus verschiedensten Kulturen kennen, Menschen, die man in der Heimat wohl nie kennengelernt hätte. Das ist schön, ja, das ist sogar viel wert.

Wir können Dich, liebe Katrin, dennoch sehr in Deinem Thema „Freunde kommen, Freunde GEHEN“, verstehen. Ja, wir haben es schon einige Male selbst erlebt. Kaum, dass man sich besser kennen gelernt, Vertrauen gefasst hat, gemeinsame Erlebnisse teilt, sich gegenseitig wichtige Stütze in einer Stadt wie Osaka geworden ist - zieht der Freund/die Freundin auch schon wieder weg. Nun muss man sich wieder aufraffen, neue Freunde zu finden. Bis sich das gleiche intensive Verhältnis entwickelt hat, das man zur „Vor-Freundin/Freund“ hatte, dauert es. Manchmal fehlt dann auch die Zeit dafür oder man hat einfach keine Lust und Kraft, wieder von vorn anzufangen.

Meine Meinung:

Es ist nicht leicht, mit diesem Thema umzugehen. Dem einen fällt es leichter, dem anderen schwerer, sich auf immer wieder neue Kontakte, Menschen und Freundschaften einzulassen. Betrachtet man den nachteiligen Aspekt des Themas, dann ist es tatsächlich eine Schwierigkeit, die immer mit dem Leben im Ausland mit einhergeht. Freunde, die kommen und bleiben und mit denen man quasi „alt“ wird, kann es nur in Ausnahmefällen geben. Meist geht einer oder bald auch man selbst in die Heimat oder anderwohin zurück. Dies kann frustrierend sein, man fühlt sich auf einmal wieder allein, einsam. Selbst wenn man mit seiner/m Partner/in in Japan lebt, fehlt doch die vertraute Freundin/der vertraute Freund, mit dem man auch mal über Dinge redet, über die man nicht täglich mit dem Partner spricht.

Und trotzalledem:

Wo sonst als im Ausland hat man die Chance, Menschen aus so vielen verschiedenen Kulturkreisen kennen zu lernen? Ich spreche bewusst von Chance, denn derartige Kontakte können sowohl persönlich als auch beruflich von Vorteil sein. Persönlich, weil man mit Menschen in Kontakt kommt, deren Kultur man vorher nicht kannte. Dies öffnet den eigenen Gedanken- und Erfahrungshorizont enorm. Auf einmal erhält man Einblicke in andere Lebensweisen, und das ganz nebenher und ganz selbstverständlich. Man relativiert vielleicht hier und da die eigenen Probleme und Sorgen, lernt dazu, wechselt mal den Betrachtungswinkel auf das Leben. Sieht, wie „andere“ dies und jenes handhaben und lösen.


 
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